Deutsch

Deutschunterricht an unserer NÖMS soll…

… eine Sensibilisierung für die deutsche Sprache bewirken.

… eine Erweiterung des persönlichen Wortschatzes bilden.

… Sicherheit bei Präsentationen und Vorträgen geben.

… funktionales Lesen fördern.

… das Verständnis für Grammatik ausbauen und fördern.

… die Kulturtechnik des Schreibens verfeinern (siehe Beispielaufsätze für spannendes Erzählen)

 

Unsere Deutschlehrer

Johanna Dollensky
Albert Schiefer
Mag. Silvia Schleritzko
(nicht im Bild)

2 gelungene Beispiele für spannendes Erzählen:

 

Im finsteren Keller 

 

An einem Samstagnachmittag kamen mein Freund Bernhard und ich zu meiner Tante und meinem Onkel. Zuerst verspeisten wir den leckeren Kuchen und den Kaffee. Eine Weile später hatte ich eine tolle Idee. „Weißt du was“, sprach ich zu meinem Freund, „wir könnten nach unten in den riesigen Keller gehen.“ Bernhard meinte: „Ja, tolle Idee!“ Wir rasten zur Kellerstiege. 

Als Bernhard und ich bei der Tür zum Keller ankamen und sie ein kleines bisschen öffneten, kam uns schon der Gestank von Schimmel und gefaulter Essensreste entgegen, denn in dem Keller lag ein kleiner Komposthaufen. Es ekelte uns sehr. Trotzdem wollten wir uns ein wenig umschauen.  

Auf einmal fiel die Tür ins Schloss und ein starker Windhauch ließ uns zu Boden fallen. Da war es stockdunkel. 

„Michael“, wisperte mein Freund, „geht es dir gut?“ „Ja, alles in Ordnung“, antwortete ich und spuckte die ekelerregende Erde aus, die mir beim Hinfallen in den Mund fiel. Vorsichtig bewegten wir uns weiter durch den teigigen Schleim, den wir fühlten. Wie konnte das jetzt passieren? Bernhard flüsterte: „Ich habe so Angst.“ Ich gab ihm Mut und sagte: „Komm, gemeinsam werden wir das schaffen.“ Plötzlich hörten wir, wie eine Stimme rief: „Wo bleibt ihr denn?“ Es war meine Tante. „Hier“, brüllten wir gemeinsam, „wir sind im Keller eingesperrt und können nichts sehen!“ Gott sei Dank konnten wir gleich darauf die schlurfenden Schritte meiner Tante hören. 

Sie machte die Tür auf und der Strahl des Lichts blendete uns ins Gesicht.  

Wir waren überglücklich. 

 

 

 

 

 

Meine verschwundene Schwester

im dunklen Keller 

 

In der dunklen Nacht schlich ich mit meiner Schwester Julia auf ein verlassenes Grundstück. Als wir uns ein bisschen umsahen, entdeckten wir einen Eingang. 

Natürlich waren wir neugierig und gingen vorsichtig hinein. Der Eingang führte in einen tiefen, grusligen Keller, der mit Spinnenweben und Spinnen übersät war. Es roch auch so eigenartig. Wir fürchteten uns, aber wir wollten uns weiter umschauen. Schließlich kamen Julia und ich zu einer Kreuzung. Ein Weg führte nach links, einer nach rechts und einer gerade aus. Ich ging den in der Mitte entlang. Nach ein paar Minuten fragte ich: „Das ist ganz schön gruselig, oder Julia?“ Julia antwortete nicht, also drehte ich mich um und sah, dass meine Schwester nicht da war. Verzweifelt schrie ich laut: „JULIA! JULIA! WO BIST DU?“ Aber ich hörte nichts, also lief ich zurück. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich links oder rechts gehe. Ich nahm dann einfach links. Nach einiger Zeit dachte ich, ich würde sie nicht finden und wollte umdrehen, da hörte ich schlurfende Schritte. Das könnte Julia sein. Natürlich ging ich weiter, aber als ich unheimliche Gestalten sah, wurde mir mulmig. So schnell wie möglich rannte ich weg, rannte aber in eine Gestalt. Ich fiel zu Boden. Dabei schluckte ich ein Stück Erde, das ekelig schmeckte. „Jetzt ist es vorbei mit mir!“, dachte ich. Doch die Gestalt streckte mir die Hand aus und half mir hoch. Die Gestalt nahm die schwarze Kapuze runter. Darunter war ein Junge. „Hallo“, sagte er, „wie heißt du?“ „K Ka Karin“, stotterte ich. Die anderen Jungs kamen auch zu uns. Wir gingen weiter und kamen zu einem Sofa. 

Dort saß Julia. Ich lief ihr sofort in die Arme. Danach stellte sich heraus, dass die Gestalten, also Chris, Erik und Tim, Julia fanden und dann auf der Suche nach mir waren. Ich war überglücklich.